Die Backnanger Techniksammlung wird erstmals öffentlich gezeigt

Die Backnanger Techniksammlung wird erstmals öffentlich gezeigt

Bürger können morgen in die Kaelble-Halle schauen - Langfristig ist ein Museum geplant

Backnanger Kreiszeitung vom 15.04.1994

BACKNANG. In der früheren Kaelble-Halle an der Mühlstraße/Schöntaler Straße findet am morgigen Samstag ein Tag der offenen Tür statt. Interessierte können die Backnanger Techniksammlung anschauen.

Als der Gemeinderat im November 1988 die Verwaltung beauftragte, die Möglichkeiten zur Einrichtung eines Museums für Industrie- und Technikgeschichte zu prüfen, war die finanzielle Entwicklung der Folgejahre noch nicht abzusehen. Im Juli 1990 gab dann Oberbürgermeister Hannes Rieckhoff Hannes Rieckhoff bekannt, daß sich die Stadt nicht in der Lage fühle, in absehbarer Zeit ein solches Museum in Angriff zu nehmen. Er sehe jedoch die Notwendigkeit, Objekte zu sammeln, die den Wandel im industriellen Bereich symbolisieren. Der Gemeinderat erteilte seine Zustimmung. Die Stadt Backnang schaute sich in den vergangenen Jahren intensiv nach Objekten um, so daß heute ein breiter  Querschnitt an Exponaten existiert, gelagert in der Kaelble-Halle.

Im Oktober 1993 schloß die Stadt mit dem Heimat- und Kunstverein eine Vereinbarung mit gemeinsamer Zielsetzung: "Die Stadt Backnang und der Heimat- und Kunstverein Backnang e.V. streben die Errichtung eines Stadtmuseums oder Museums für Stadtgeschichte in Backnang an. Aus finanziellen Gründen kann dieses Projekt in den nächsten Jahren nicht realisiert werden. Entsprechend der vom Gemeinderat im Mai 1992 beschlossenen Kulturkonzeption soll die  bestehende Techniksammlung kontinuierlich aufgebaut und vervollständigt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Stadt Backnang und der Heimat- und Kunstverein Backnang eng zusammenarbeiten."

Im Rahmen dieser Arbeitsteilung sammelte der Verein bisher speziell Stücke aus dem Unternehmen ANT. Die Stadt sah sich bei der Auswahl in den Bereichen Leder- und Spinnerei-Industrie sowie Maschinenbau um.

Die bisher getrennt voneinander verwalteten Sammelstücke werden nun gemeinsam vom Heimat- und Kunstverein verwaltet. Für die weiteren Arbeitsschritte soll ein Gremium gebildet werden, in dem auch städtische Vertreter sitzen.

Ziel der neuen Arbeitsgruppe ist es insbesondere, weitere Stücke zu sammeln, die bestehenden zu sichern und zu dokumentieren sowie ehrenamtliche Mitarbeiter für die Betreuung und  Dokumentation zu finden. Heidrun Braun, städtische Pressesprecherin: „Das künftige Engagement und das Wissen qualifizierter ehrenamtlicher Mitarbeiter, die sich kontinuierlich mit Pflege und Weiterentwickeln des Bestandes beschäftigen, wird entscheidend für den angestrebten Erfolg sein."

Die Kaelble-Halle kann morgen von 10 bis 15 Uhr besucht werden. Am Dienstag, 26. April, 20 Uhr soll die gemeinsame Vorgehensweise der beiden Partner in der Eingangshalle des Helferhauses, Stiftshof 8, im Rahmen eines Altstadtstammtisches des Heimat- und Kunstvereins vorgestellt werden. Die Themen dieses Abends: „Entstehung der Techniksammlung Backnang“, vorgestellt vom Leiter des Kulturamtes der Stadt Backnang, Klaus Erlekamm Klaus Erlekamm, und „Aufgaben und Zukunft der  Techniksammlung“, vorgestellt vom zweiten Vorsitzenden des Heimat- und Kunstvereins, Heinz Wollenhaupt Heinz Wollenhaupt.

(Quellen: Backnanger Kreiszeitung, mit freundlicher Genehmigung Verlag Fr. Stroh, Backnang)

 

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