Verzeichnis der Veranstaltungen

Kaelble - Großprojekte
Referent: Werner Zick, Backnang
Datum: Mittwoch, 8. Dezember 2010
Ort: Bürgerhaus Backnang, Fritz-Schweizer-Saal
 

Kaelbe-Maschinen trotzten Wüstensand und Hitze

Einsatz im größten Trinkwasserbauvorhaben der Welt

Werner ZickWerner ZickHärteste Bedingungen und rüde Behandlung konnten den Maschinen aus Backnang wenig anhaben. Die sprichwörtliche Kaelble-Qualität war Basis des ausgezeichneten Rufs des Unternehmens in Nordafrika, wusste Werner Zick bei einem Vortrag im Bürgerhaus zu berichten.

Beim letzten Vortrag des Jahres zur Reihe Technikgeschichte des Fördervereins Technikmuseum Backnang e.V. schlug Zick am 8. Dezember gut 100 Zuhörer mit einem höchst unterhaltsamen Thema in seinen Bann. Der ehemalige geschäftsführende Gesellschafter der Kaelble Baumaschinen GmbH hat bei diesem gigantischen Bauvorhaben in Libyen während zahlreicher Reisen in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts höchst eindrucksvolle Erlebnisse gesammelt.

Kaelble RadladerIm Mittelpunkt standen dabei natürlich immer die verschiedensten Maschinen aus Backnang. Muldenkipper und Zugmaschinen, die in hohen Stückzahlen geliefert wurden, waren zu dieser Zeit das Rückrat des Geschäfts. Das Projekt, Tiefenwasser unter der Sahara zu fördern und über Tausende von Kilometern an die großen Küstenstädte des Landes zu bringen, ist wahrhaftig ein Vorhaben der Superlative. Es ist bis heute nicht vollendet. Millionen Kubikmeter Sand und Steine mussten bewegt werden. Endlose Gräben für die mehrere Meter hohen Pipelinerohre wurden ausgehoben. Gewaltige, kreisrunde Wasserspeicher wurden mitten in der Wüste aus dem Boden gefräst. Überall waren die schwäbischen Maschinen im Einsatz.


Für die vor Ort ansässigen Kollegen oder die regelmäßig einreisenden Vertreter aus Backnang war das tägliche Leben nicht immer einfach. Die zu dieser Zeit herrschende politische Isolierung des arabischen Staates führte beispielsweise dazu, dass wegen fehlender Ersatzteile die örtlichen Fluglinien praktisch nicht mehr genutzt werden konnten. Jede Autofahrt zu den weit verstreuten Stützpunkten der Firma war ein Unterfangen, das Tage dauerte und Tausende Kilometer kostete.  Trotz aller Widrigkeiten hat Zick viele positive Erlebnisse mit seinen arabischen Partnern gehabt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten waren die Beziehungen in aller Regel von großem Vertrauen geprägt.

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