Geschichte des Fördervereins und des Technikmuseums

Zusammengestellt von Klaus Erlekamm Klaus Erlekamm und Jürgen Beer Juergen Beer

Herbst 1987

Die Stadt Backnang feiert ihr 750jähriges Jubiläum. Eine der vielen aus diesem Anlass veranstalteten Ausstellungen widmete sich auch dem Thema der Backnanger Industriegeschichte.
Zu dieser Zeit entstanden erste Überlegungen, die Unterlagen und Modelle nach Ablauf des Jubiläumsjahrs als Teil einer künftigen Sammlung zur Stadtgeschichte aufzubewahren.

März 1988

Fertigungshalle und Stammhaus der Fa. Kaelble in der Wilhelmstraße 42 werden abgebrochen.
Die Stadtverwaltung konnte erreichen, dass ihr ein Kaelble Schiffsmotor, der zuletzt seinen Dienst als Notstromaggregat getan hatte samt einer Revolverdrehbank kostenlos überlassen wurde. Diese ersten Exponate wurden in der Kaelble Halle auf der Mühlstraße gelagert, die sich nun im Besitz der Stadt befand.

Sommer 1988

Der Leiter des Hauptamtes der Stadt Backnang, Klaus Erlekamm Klaus Erlekamm, entwirft einen Beschlussvorschlag, mit dem die Verwaltung beauftragt wird, die Möglichkeit und die Voraussetzungen der Einrichtung eines Museums für Technik- und Industriegeschichte zu untersuchen. Diese Vorlage wird im November 1988 vom Gemeinderat beschlossen.

16. Oktober bis 6. November 1988

Ausstellung „Kunst-Technik-Kommunikation“ des Heimat- und Kunstvereins im Helferhaus. Oberbürgermeister Hannes Rieckhoff Hannes Rieckhoff  spricht bei der Eröffnung die in Aussicht genommene  Einrichtung eines Technikmuseums an.

Anfang 1991

Der Heimat- und Kunstverein mit den Hauptakteuren Ernst Hövelborn Ernst Hoevelborn und Heinz Wollenhaupt Heinz Wollenhaupt befasst sich mit der Idee eines Industrie- und Technikmuseums.
Zunächst wird hier unabhängig gesammelt. Die Exponate werden in ausgedienten Räumen der ehem. Lederfabrik Kaess im Biegel gelagert.
Der Verein kann beginnen, speziell zur Verschrottung freigegebene Geräte aus der Zeit von Telefunken zu sammeln. Durch die Umstrukturierung bei ANT wurden erhebliche Mengen Altgeräte frei, so dass schon 1992 ein umfangreicher Fundus für die Geschichte der Nachrichtentechnik zur Verfügung steht (Aus Backnanger Jahrbuch 2009: Heinz Wollenhaupt Heinz Wollenhaupt „20 Jahre Techniksammlung Backnang“).

Juni 1991

Klaus Erlekamm Klaus Erlekamm entwirft eine Kulturkonzeption, die insbesondere die Notwendigkeit eines Museums zur Stadtgeschichte auch mit Schwerpunkt Techniksammlung zum Inhalt hat. Der Gemeinderat beschließt 1992 einstimmig diese Konzeption. Das Gutachten von Christian Glass zur Ausgestaltung dieses Museums kommt allerdings wegen der darin veranschlagten hohen Personalkosten nicht zur Umsetzung.

28. März bis 25. April 1993

Der Heimat- und Kunstverein zeigt unter dem Motto „Arbeit im Wandel“ einen Ausschnitt der Techniksammlung im Museum Helferhaus.

06. Oktober 1993

Der sinnvolle Schritt zu einer gemeinsamen Techniksammlung wird umgesetzt:

Die Stadt Backnang und der Heimat- und Kunstverein Backnang e.V. vereinbaren, dass die Exponate und Dokumente der Techniksammlung künftig gemeinsam in der ehemaligen Kaelble-Halle/Mühlstraße  gesammelt, bewahrt, erforscht und durch öffentliche Schausammlungen der Öffentlichkeit vermittelt werden. Das Kulturamt der Stadt Backnang ist der Gesamtverantwortliche für die Techniksammlung in der Halle.

Intern wird ein Arbeitskreis Techniksammlung gegründet. Die Ehrenamtlichen aus den Bereichen Gerberei, Spinnerei, Straßenmaschinenbau und Nachrichtentechnik treffen sich jeden Dienstag-Vormittag  in der Halle zur Arbeit und zu regelmäßig stattfindenden Abstimmungsgesprächen im Helferhaus des Heimat- und Kunstvereins. Gleichberechtigte Vorsitzende des Arbeitskreises sind Heinz Wollenhaupt Heinz Wollenhaupt und Klaus Erlekamm Klaus Erlekamm. Gustav Burgel Gustav Burgel und Peter Wolf Peter Wolf unterstützen den Arbeitskreis auf Seiten des Heimat- und Kunstvereins.

Für die Stadt Backnang sind in den Anfangsjahren Rolf Zehender und Rosemarie Ehinger, später Antje Hagen für die Techniksammlung tätig.
Die Stadt Backnang trägt sämtliche Sachkosten der Techniksammlung einschließlich Gebäudeunterhaltung und die Personalkosten der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

16. April 1994

Erster Tag der offenen Tür bei der „gemeinsamen Techniksammlung“ in der Mühlstraße. 

1994 04 16 Tag der offenen Tuer

Nachfolgend findet jährlich ein Tag der offenen Tür statt. Parallel öffnet auch jeweils das nach dem Rundfunkpionier Manfred von Ardenne benannte private Rundfunkmuseum in der Sulzbacher Straße. Der Backnanger Geschäftsmann Gustav Burgel Gustav Burgel richtete das Museum zusammen mit seinem Bruder Richard im Laufe der Jahrzehnte ein.

26. April 1994

Beim Altstadtstammtisch im Helferhaus referieren Klaus Erlekamm Klaus Erlekamm zum Thema „Entstehung der Techniksammlung Backnang“ und Heinz Wollenhaupt Heinz Wollenhaupt zu „Aufgaben und Zukunft der Techniksammlung“. Beginn der Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern.

15./16. Oktober 1994

Im Rahmen der „Backnanger Kulturmeile“ präsentiert sich die Techniksammlung mit kleineren Exponaten und Modellen im Turmschulhaus der Öffentlichkeit.

22. April bis 14. Mai 1995

Ausstellung „100 Jahre Kaelble Backnang“ im Turmschulhaus. Auf dem Marktplatz werden am 22. und 23. April historische Kaelble Fahrzeuge und Motoren vorgeführt. Altstadtstammtisch am 25.April widmet sich dem Thema „Die Entwicklung der Zugmaschinen bei Kaelble“.

1996/1997

4 gebrauchte Großcontainer werden in der Kaelble-Halle aufgestellt (je 2 übereinander) und durch den Einbau einer zweiten Ebene miteinander verbunden. Wegen Platzmangel ist diese Flächenerweiterung notwendig. Diese 4 abgeschlossenen Ausstellungsräume mit jeweils 30 qm sowie zusätzliche Freiflächen der zweiten Ebene können kleinere Exponate einschließlich der Exponate der früheren „Gerberstube“ im Museum Helferhaus aufnehmen.

Zwischen 1996 und 2001

erstellen der ehemalige Oberingenieur von Fa. Kaelble, Walter Schaubele, zusammen mit Konstrukteur Karl Lachenmaier eine vollständige Dokumentation sämtlicher bei Kaelble entwickelter Motoren. Diese Unterlagen sind ebenso wie Dokumente sämtlicher Abteilungen der Techniksammlung  im Stadtarchiv bzw. im Stiftshof untergebracht.

Zwischen Januar und April 2001

Erscheint in der Backnanger Kreiszeitung die 20-teilige Serie „Blick in die Techniksammlung“ mit großformatigen Aufsätzen und Fotos von Mitarbeitern des Arbeitskreises aller Bereiche der Techniksammlung.

2001

Die Stadt Backnang sucht mittels einer Broschüre Experten zur ehrenamtlichen Mitarbeit in der Techniksammlung.

techniksammlung logo

17. Juni bis 8. Juli 2001

Ausstellung im Helferhaus „Billig und schön – Die Bauwerke des Blitzarchitekten Philipp Jakob Manz (1861-1936) in Backnang“. Er erbaute zwischen 1906 und 1910 Werk II der Spinnerei J.F. Adolff, in diesem Gebäude ist heute insbesondere das Finanzamt untergebracht.

2001

Die Techniksammlung erhält die Möglichkeit, in den Schaufenstern des leer stehenden Möbelhauses Sorg in der Stuttgarter Straße kostenlos Exponate aller vier Bereiche Gerberei, Spinnerei, Straßenmaschinenbau und Nachrichtentechnik bis zum Abbruch des Gebäudes auszustellen.

2002

Techniksammlung Sorg StuttgarterStrasseEhemalige Techniksammlung in der Stuttgarter Strasse 4Die Stadt Backnang mietet die Erdgeschoss-Räume des leer stehenden Möbelhauses Sorg an, investiert in Baumaßnahmen für den notwendigen Brandschutz und stellt die Räume der Techniksammlung zur Verfügung. Der Bereich Nachrichtentechnik kann nun die Kaelble-Halle verlassen und in die klimatisch besseren Räume in der Stuttgarter Straße umziehen.

25. Mai bis 29. Juni 2003

Ausstellung „100 Jahre Telefunken“ in den neu eröffneten Räumen der Techniksammlung in der Stuttgarter Straße. Einführung in die Geschichte von Telefunken: Dr. Rudolf Steinhart (1929-2006), früherer ANT-Geschäftsführer. Erdmann Thiele, Ulm: Präsentation des Buches „Telefunken nach 100 Jahren“. Heinz Wollenhaupt Heinz Wollenhaupt: Konzeption der Ausstellung.

29./30. November 2003

Ausstellung in der Stuttgarter Straße: „Von der AEG Fernmeldetechnik zur ANT Nachrichtentechnik“

25. April bis 16. Mai 2004

Ausstellung im Helferhaus: „Entlang der Murr – Gerbereien in Backnang“, angeregt durch umfangreiche Forschungen von Rudolf Kühn. Die Einführung hält Maximilian Räuchle, Geschäftsführer einer der letzten noch existierenden Backnanger Lederfabriken.

28. November bis 19. Dezember 2004

Ausstellung „Vom TR4 zum High-End-PC – Rechner in der Nachrichtentechnik von 1950 bis 1980“ in der Stuttgarter Straße. Im Blickpunkt steht der Großrechner TR4, den Telefunken-Ingenieure  ab 1956 in Backnang entwickelten, einer der anwesenden Spezialisten ist Josef Sperlich.

17./18. September 2005

Ausstellung „110 Jahre Kaelble in Backnang & Erster Kaelble-Oldtimer-Treff“. Autokorso durch die Innenstadt mit zwei Dutzend Fahrzeugen aus ganz Deutschland. Kaelble-Oldtimer-Treff auf der Bleichwiese mit wahren Zuschauermassen. Ausstellung „110 Jahre Kaelble“ in der Techniksammlung/ Kaelble-Halle/Mühlstraße.

September 2006

„Als Backnang noch Süddeutsche Gerberstadt war“ – Großes Interesse am Tag der offenen Tür in der Techniksammlung mit Schwerpunkt Gerberei und Leder. Häuser, Kaess, Schweizer und Hodum sind Namen, die in Backnang unmittelbar mit der Lederindustrie in Zusammenhang gebracht werden. Darüber hinaus gab es noch zahlreiche kleinere Betriebe. In Backnang und im Umland war kaum eine Familie, die nicht irgendeine Verbindung zum Gerbereigewerbe oder der Lederindustrie hatte. Gleiches gilt für die Spinnerei Adolff oder den Straßenbaumaschinenhersteller Kaelble.
Beim Tag der offenen Tür schlug die Stunde der Gerber. Fünf Männer bilden den harten Kern der Dauerausstellung: die Gerbermeister Werner Beutelspacher Werner Beutelspacher (1926-2012) und Gerhard Schaal, der Lederfabrikant Karl Häuser Karl Haeuser, der Lederverkäufer Horst Werner Horst Werner und der Elektromeister Manfred Tränkle Manfred Traenkle. Karl Häuser Karl Haeuser lieferte dazu noch etwas ganz Besonderes: Er baute Modelle in Aktion, um Gerätschaften und Arbeitsgänge zu veranschaulichen…(BKZ vom 25.9.2006)

21. Januar bis 4. März 2007

Ausstellung „Manfred von Ardenne“ – (1907- 2007) – letztmals in der Stuttgarter Straße.
Manfred Baron von Ardenne war deutscher Naturwissenschaftler. Er war als Forscher vor allem in der angewandten Physik tätig und hielt am Ende rund 600 Erfindungen und Patente in der Funk- und Fernsehtechnik, Elektromikroskopie, Nuklear-. Plasma- und Medizintechnik (Wikipedia). Die Familien Burgel hatten vielfachen Kontakt und langjährige Freundschaft zu Manfred von Ardenne. Das private Rundfunkmuseum von Gustav Burgel Gustav Burgel (1925-2010) und seinem Bruder Richard Burgel (1924-2015) in der Sulzbacher Straße trägt den Namen des Naturwissenschaftlers.
Nach der Ausstellung stehen diese Räume der Techniksammlung nicht mehr zur Verfügung.

15./16. September 2007

2. Backnanger Kaelble-Oldtimer-Treff mit Korso durch die Backnanger Innenstadt und Präsentation der Fahrzeuge auf der Bleichwiese, später auf dem Parkplatz Wilhelmstraße/Mühlstraße/Fabrikstraße. Fotoausstellung „Kaelble Straßenwalzen“ in der Kaelble-Halle/Mühlstraße. Der 3. Kaelble- Oldtimer-Treff folgte 2009, der vierte 2011.

18. September 2007 – Ausstellung 13. Juli bis 10. August 2008

Beim Altstadtstammtisch des Heimat- und Kunstvereins referiert Helmut Adolff Helmut Adolff über die Traditionsfirma J.F. Adolff AG. Die Firma hatte einst rund 2 800 Beschäftigte und galt als eines der sozialsten Unternehmen im Kreis. In den 90er Jahren wurde der Betrieb eingestellt.  Eine CD mit der gelungenen Familienchronik wird für die Techniksammlung übergeben.
Der Ausstellungseröffnung „Spinnerei J.F. Adolff – Arbeiten und Leben in einer Backnanger Firma“ im Helferhaus schließt sich ein Tag der offenen Tür in der Techniksammlung Kaelble-Halle/Mühlstraße an.

14. April 2008

Gründung des Fördervereins Technikmuseum Backnang e.V. in den Räumen Stuttgarterstrasse 4 in Backnang (Ausstellungraum Nachrichtentechnik im Gebäude der Fa. Sorg)

Gründungsmitglieder:

Helmut Adolff Helmut Adolff
Karl-Heinz Bartelt Karl Heinz Bartelt
Jürgen Beer Juergen Beer
Gustav Burgel Gustav Burgel
Rüdiger Deuse Ruediger Deuse
Dr. Gerhard Haag Gerhard Haag
Karl Häuser Karl Haeuser
Bernhard Holtmannspötter Bernhard Holtmannspoetter
Peter Latsch Peter Latsch
Heinz Wollenhaupt Heinz Wollenhaupt


Pressemitteilung vom 18. 04 2008:

Förderverein Technikmuseum Backnang e.V. gegründet

Techniksammlung mit neuer Perspektive

Die umfangreiche Techniksammlung der Stadt Backnang, die seit vielen Jahren durch das ehrenamtliche Engagement vieler Helfer zustande gekommen ist, präsentiert bisher einen Teil ihrer Exponate in den ehemaligen Geschäftsräumen der Firma Sorg, Stuttgarter Straße 4 und in der Kaelble-Halle, Mühlstraße 13.

Um mittelfristig dieser unbefriedigenden räumlichen Situation zu entkommen und der Sammlung eine insgesamt bessere Perspektive zu geben, wurde am 14. April 2008 der Förderverein Technikmuseum Backnang e.V. gegründet.

Zweck des Fördervereins ist die Erarbeitung und Umsetzung eines Museumskonzeptes für Objekte der Techniksammlung, die unmittelbar mit der Backnanger Industrie zusammenhängen. Der Verein bemüht sich um die Beschaffung von Mitteln durch Beiträge und Spenden und unterstützt die Ziele der Techniksammlung durch Öffentlichkeitsarbeit und bei Veranstaltungen.

Die Techniksammlung, die bisher erfolgreich unter dem Dach des Heimat- und Kunstvereins geführt wurde und u.a. eine der größten nachrichtentechnischen Sammlungen Deutschlands besitzt, erhält neben der Förderung durch die Stadt fortan eine spezifisch ausgerichtete Unterstützung.

Bei der Gründungsversammlung wurden folgende Herren in den Vorstand gewählt:

Karl-Heinz Bartelt Karl Heinz Bartelt (Vorsitzender), Bernhard Holtmannspötter Bernhard Holtmannspoetter (Stellvertretender Vorsitzender), Peter Latsch Peter Latsch (Schatzmeister) und Rüdiger Deuse Ruediger Deuse (Schriftführer).

Dem Verein steht ein Beirat mit den Herren Helmut Adolff Helmut Adolff, Jürgen Beer Juergen Beer, Gustav Burgel Gustav Burgel, Dr. Gerhard Haag Gerhard Haag und Karl Häuser Karl Haeuser zur Seite.

 

17. September 2008

Besichtigung der Techniksammlung durch Dr. Thomas Kosche, Hauptkonservator, Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim.

Ergebnis:

  • Die nachrichtentechnische Sammlung ist in Qualität und Vollständigkeit einmalig und von nationalem Rang
  • Die ledertechnische Sammlung hat durch ein komplettes Maschinenensemble zur Lederherstellung ein Alleinstellungsmerkmal, das so in anderen Museen kaum zu sehen ist.
  • Die textiltechnische Sammlung verfügt über signifikante Objekte zur Darstellung der Textilverarbeitung vor allem des Rohstoffes Schafwolle
  • Die Sammlung Kaelble wartet mit eindrucksvollen Beispielen aus der Produktpalette des Unternehmens auf mit einem Schwerpunkt auf dem Bereich Stationärmotoren

 

25. September 2008

Oskar Kreibich - Ansicht der Kaelble-Werke in BacknangErgebnis der Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses des Gemeinderates zur Auswahl von Standortalternativen:

Die Verwaltung wird beauftragt, den Standort Wilhelmstr. 32 (ehem. Kaelble-Halle) weiter zu untersuchen. Zuvor waren drei andere Standortalternativen verworfen worden.

 

21. Oktober 2008

Stadt und Heimat- und Kunstverein Backnang e.V. vereinbaren, dass die Techniksammlung künftig in der Trägerschaft der Stadt weitergeführt wird.

 

02. April 2009

Der Förderverein beginnt seine regelmäßigen Vortragsveranstaltungen für die Backnanger Bevölkerung. Hiermit wollen wir Interesse für technische Themen wecken und die Erinnerung an eine gemeinsame Technikgeschichte wach halten.

 

13. September 2009

Der Förderverein wendet sich mit einer eigenen Homepage an Mitglieder, Freunde und Förderer
http://web.archive.org/web/20090913060155/http://www.foerderverein-technikmuseum-backnang.de/

 

Mai 2009 bis August 2011

Die Kaufverhandlungen mit den Eigentümern der Halle Wilhelmstr. 32 sind festgefahren. Eigentumsverhältnisse und Ansprechpartner dieses internationalen Unternehmens wechseln mehrfach. Suche nach Alternativen führt nicht zum Erfolg.

 

August 2011

Kaufverhandlungen können wieder aufgenommen werden.

 

Oktober 2011

Vorstand und Beirat des Fördervereins gehen auf Sponsorensuche. Zuvor wird die Zielrichtung des Vorhabens erweitert. Wir sprechen jetzt vom

Haus der Technik Backnang

und gehen über den ursprünglichen Ansatz, ein reines Museum gestalten zu wollen, hinaus.

Wir wollen einen Treffpunkt für Technik schaffen. Die Sammlung eindrucksvoller Objekte aus ferner und neuester Industrievergangenheit kombiniert mit Restaurierungswerkstätten, Laborräumen und einer offenen, in die Ausstellung integrierten Vortragsebene, erzeugt eine Interesse weckende Atmosphäre, die Bürger aller Altersbereiche anspricht. Die Notwendigkeit, in Deutschland junge Menschen für technische Berufe zu begeistern, ist eine gesellschaftliche Aufgabe, deren Notwendigkeit außer Frage steht. Mit der Kombination ‚historische Objekte’ und ‚modernes Lernen’ lässt sich ein Interessenbogen von großer Attraktivität spannen.

Der Förderverein veranstaltet seit 2009 Vorträge zur Geschichte der Technik und ihrer Weiterentwicklung, die sich an die Bevölkerung Backnangs und des Umlandes wenden. Sie umfassen ein sehr breites Spektrum von Inhalten und erfreuen sich großer Beliebtheit. Diese Veranstaltungen sollen künftig im Haus der Technik Backnang stattfinden.

Hier bietet sich auch die Möglichkeit, ein Forum für interessierte Industrieunternehmen zu schaffen, die mit eigenen Programmen und zum Beispiel Empfängen die einzigartige Umgebung des lebendigen Museums nutzen können.

Mit diesem Konzept gewinnen wir in kurzer Zeit namhafte Sponsoren.

 

10. Dezember 2011

Bei der Diskussion des Haushaltes 2012 stellen die Gemeinderatsfraktionen von CDU, SPD und BFB jeweils einen Antrag an die Verwaltung, für die Situation der Techniksammlung zügig eine geeignete Lösung zu finden.

 

Sommer 2012

Prof. Dr. Joachim Kallinich, ehem. Direktor des Museums für Kommunikation Berlin und Dr. Axel Burkarth von der Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg entwerfen ein zeitgemäßes Konzept für die Innengestaltung des Gebäudes, das alle zuvor beschriebenen Aspekte vereint.

 

März 2013

In den Kaufverhandlungen über die Halle Wilhelmstr. 32 wird Übereinkunft zwischen Stadt und Eigentümern erzielt.

 

11. April 2013

Der Gemeinderat stimmt in öffentlicher Sitzung einstimmig für den Kauf der genannten Halle und die Umsetzung des Konzeptes Haus der Technik.

Das Gebäude wird den Namen Technikforum Backnang tragen.

 

10. September 2013

Kauf der Halle Wilhelmstr. 32 durch die Stadt Backnang wurde notariell vollzogen.

 

März 2014

Beginn der Umbauarbeiten in der Halle

 

Sommer und Herbst 2014

Aufarbeitung und Vorbereitung der Museumsexponate für den Umzug

 

Dezember 2014

planmäßiger Abschluß der Umbauarbeiten

 

Februar 2015

Umzug der Nachrichtentechnik in die neue Halle

 

27. November 2015

Erster VHS-Kurs der Technikwerkstatt für Kinder mit dem Thema

"Wir bauen ein Raketenfahrzeug", Betreuer Bernd Otte Bernd Otte

 

Dezember 2015

Ein neu gestalteter Internet-Auftritt löst die Homepage vom September 2009 ab 

 

5. Dezember 2015

Feierliche Eröffnung des Technikforum Backnang mit über 350 Gästen

technikforum logo

 

3. Februar 2016

Erster Vortrag im neuen Rahmen mit mehr als 160 Gästen durch Dr. Günter Mörz Guenter Moerz mit einem Beitrag zur Geschichte der Optik

 

29. April 2016

In der Mitgliederversammlung wird beschlossen, den Vereinsnamen in „Förderverein Technikforum Backnang e.V.“ zu ändern.
Der Leiter des Stadtarchivs Dr. Bernard Trefz Bernhard Trefz wird zum Beirat des Fördervereins ernannt. Mit diesem Schritt wird die besondere Verbundenheit des Vereins mit der Stadt Backnang zum Ausdruck gebracht.

 

13. Juni 2017

Der Förderverein veranstaltet den 50. Vortragsabend. Den Jubiläumsvortrag hält der dreifache ESA Astronaut Dr. Ulf Merbold Ulf Merbold aus Stuttgart. Sein Thema sind Wissenschaftliche Experimente an Bord von Raumstationen. Mit über 280 faszinierten Zuhörern ist das Forum an die Grenzen seiner Kapazität geraten. 

Suchen